01Eine laufende Instanz ist kein stabiler Zustand, sondern ein Gleichgewicht, das von außen gehalten wird. Solange kein verbundenes System seine Schnittstelle ändert, solange kein Zugangsdatum abläuft und solange niemand ein Update anstößt, passiert nichts. Alle drei Bedingungen liegen außerhalb Deines Hauses. Der Punkt, an dem es kippt, ist deshalb nicht planbar, und er kommt regelmäßig zur ungünstigsten Zeit: Ein Anbieter stellt eine alte Schnittstelle ab, und plötzlich ist der Ablauf, den niemand erklären kann, der Ablauf, den jemand heute reparieren muss.
Läuft ist kein ZustandElf Monate Rückstand
02Der Parallelbetrieb ist der unbequemste Teil und der einzige, der die Sache sicher macht. Er kostet für eine überschaubare Zeit zweimal Infrastruktur und die Aufmerksamkeit, die Ergebnisse gegeneinanderzuhalten. Dafür gibt es keinen Termin, an dem alles gleichzeitig umgestellt wird, und keinen Abend, an dem die Rückfallebene darin besteht, das alte System wieder anzuschalten und zu hoffen. Abgeschaltet wird einzeln, in der Reihenfolge, in der sich ein Ablauf bewährt hat, und wenn einer sich nicht bewährt, bleibt er links stehen, bis er es tut.
Ein paar Wochen doppeltDafür kein Stichtag
03Das ist der Einwand, dem ich am ehesten zustimme, und er hat einen Haken, der nichts mit Können zu tun hat. Eine Bestandsaufnahme ist unter allen Aufgaben die undankbarste. Sie erzeugt nichts, was man vorführen kann, sie dauert zwei Tage, und am Ende steht ein Stapel Papier statt eines laufenden Ablaufs. Genau deshalb wird sie im eigenen Haus fast nie gemacht, auch von guten Leuten nicht, und genau deshalb ist sie das Einzige, was ich hier ausdrücklich einzeln anbiete. Wenn Dein Entwickler sie schreibt, ist das die bessere Lösung, und ich sage Dir das auch.
Er kennt Deine SystemeBlätter schreibt selten jemand
04n8n ist ein Werkzeug und keine Weltanschauung, und es gibt gute Gründe, davon wegzugehen: sehr große Datenmengen je Lauf, Transaktionen über mehrere Systeme, Logik mit vielen Sonderfällen. Nur ändert das nichts an der Reihenfolge. Der erste Schritt jeder Migration ist eine vollständige Liste dessen, was heute läuft, mit Zweck, Auslöser und Zielsystem je Eintrag, und das ist exakt das, was die Bestandsaufnahme erzeugt. Wer ohne diese Liste umzieht, baut in der neuen Welt nach, woran er sich erinnert, und merkt in einem halben Jahr, welche drei Sonderfälle er vergessen hat.
Migration braucht eine Listen8n ist keine Weltanschauung