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Marketing Automation · Strecken an echten Anlässen

Der Auslöser steht in Deiner Kundendatei. Der Newsletter ist der Ersatz dafür.

Bei CoderConda hängt jede Strecke der Marketing Automation an einem echten Ereignis, ab 495 € einmalig je Strecke, der Betrieb 25 € im Monat. Wartung fällig, Angebot ohne Antwort, Auftrag abgeschlossen; wo kein Anlass ist, geht nichts raus.

Auslöser · Bedingungen · Wartezeiten · Ausstieg · Eine Freigabe vor jedem Angebot

Strecke 003 · Wartung fälligStrecke läuft
Auslöser
Wartung in 8 Wochen fälligAus der Anlagenliste, täglich geprüft
Prüfung
Vertrag aktiv, Kontakt nicht abgemeldetSonst startet die Strecke gar nicht
Tag 0
Erinnerung mit zwei TerminvorschlägenAus den freien Slots im Kalender
Tag 10
Zweite Nachricht, nur ohne TerminMit der Frist aus dem Vertrag
Tag 24
Aufgabe: anrufenAuf der Liste von Frau Berg, keine dritte Mail
Ausstieg
Termin · Antwort · Abmeldung · VertragsendeJederzeit, auch mitten in der Wartezeit

Das Problem

Der Newsletter scheitert nicht am Text. Er scheitert am Kalender.

Etwas zu verschicken, weil Quartalsende ist, verlangt jedes Mal ein Thema, einen Text und jemanden mit Zeit. Etwas zu verschicken, weil bei einem Kunden die Wartung fällig wird, verlangt das einmal — danach läuft es.

  1. Januar

    Der Newsletter wird beschlossen: vier Ausgaben im Jahr, mit Neuigkeiten aus dem Betrieb. Ein Werkzeug wird ausgesucht und eingerichtet.

  2. März

    Ausgabe eins geht raus. Ausgabe zwei fällt aus, weil Hochsaison ist und niemand Zeit hat, ein Thema zu suchen.

  3. September

    Ausgabe zwei erscheint mit halbem Jahr Verspätung. Die Öffnungsrate ist ordentlich. Anfragen kommen keine, weil die Mail an alle ging und an niemanden.

  4. Februar

    Das Werkzeug läuft weiter und wird monatlich abgebucht. Verschickt wird nichts mehr. Gekündigt auch nicht, weil die Adressen dort liegen.

So läuft es

Eine Strecke zuerst. Die zweite erst, wenn die erste trägt.

  1. Schritt 01

    Anlässe suchen, keine Themen

    Ein halber Tag in der Kundendatei, im Angebotsordner und in der Anlagenliste. Gesucht wird nach Daten, die verstreichen: Prüffristen, Wartungsintervalle, Ablaufdaten, Garantieenden. Wo ein Datum liegt, liegt ein Anlass.

  2. Schritt 02

    Den einen Anlass auswählen

    Bewertet wird nach Anzahl der Betroffenen und danach, wie eindeutig das Datum vorliegt. Gebaut wird der eine, der am klarsten ist — nicht die fünf, die am interessantesten klingen.

  3. Schritt 03

    Strecke zeichnen, mit Ausgang

    Auslöser, Bedingungen, Wartezeiten, höchstens zwei Nachrichten, danach eine Aufgabe für einen Menschen. Und vier Wege hinaus, die sofort greifen. Das passt auf eine Seite und wird von Dir freigegeben.

  4. Schritt 04

    An die vorhandenen Daten anbinden

    Kundendatei, Kalender, ERP-Export, Versanddienst. Angebunden wird, was da ist — auch über einen Ordner mit CSV-Dateien, wenn es keine Schnittstelle gibt. Eine neue Plattform kommt nur, wenn es ohne wirklich nicht geht.

  5. Schritt 05

    An Terminen messen, nicht an Öffnungen

    Gezählt wird, wie viele Kontakte aus der Strecke einen Termin bekommen haben. Öffnungsraten sind seit den Schutzfunktionen der Mailanbieter nur noch bedingt aussagekräftig und taugen nicht als Beleg.

Das Strecken-Board

Jede Strecke hat einen Ausgang. Sonst ist sie eine Falle.

Der wichtigste Teil eines Ablaufs ist die Bedingung, die ihn beendet. Sobald ein Termin steht oder ein Mensch antwortet, hört die Strecke auf — automatisierte Nachrichten nach einer Antwort sind der schnellste Weg, einen Stammkunden zu verärgern.

  1. AuslöserWartungstermin in 8 Wochen fälligAus der Anlagenliste, täglich geprüft
  2. Tag 0 · NachrichtErinnerung mit zwei konkreten TerminvorschlägenDie Slots kommen aus dem Kalender, nicht aus einer Floskel
  3. BedingungTermin gebucht?
    JaStrecke endet. Termin steht im Kalender, Kollege ist eingeteilt.
    NeinWarten, 10 Tage. Dann zweite Nachricht mit der Frist aus dem Vertrag.
  4. Tag 24 · Aufgabe für einen MenschenAnruf auf der Liste von Frau Berg. Keine dritte Mail.Die Strecke gibt ab, statt weiterzusenden
Vier Wege hinaus, jederzeit
  • Termin gebucht
  • Kunde antwortet
  • Abmeldung
  • Vertrag beendet

Was beim Kunden ankommt

Zwei Nachrichten in neun Monaten. Danach übernimmt ein Mensch.

Die vollständige Post, die ein Kunde aus dieser Strecke bekommt. Wer wissen will, wie oft hier jemand angeschrieben wird, muss nicht nachfragen.

  1. Nachricht 1 · Tag 0An: Betriebsleitung

    Wartung der Anlage in Halle 2: zwei Termine im November frei

    „Die Prüfung an der Anlage in Halle 2 wird im November fällig. Frei sind der 12. und der 19., jeweils vormittags. Ein Klick genügt, dann trägt sich der Termin bei uns ein.“

    Kein Anhang, kein PDF. Zwei Daten und ein Link.

  2. Nachricht 2 · Tag 10Nur wenn kein Termin steht

    Die Frist aus dem Vertrag läuft am 30. November

    „Ohne Prüfung bis dahin entfällt die Gewährleistung auf die letzte Instandsetzung. Falls November nicht geht, sagen Sie es kurz — dann verschieben wir und halten es schriftlich fest.“

    Ein Grund, keine Dringlichkeit aus dem Marketing-Baukasten.

  3. Tag 24 · keine NachrichtAufgabe intern

    Anruf statt dritter Mail

    Auf der Liste von Frau Berg erscheint eine Aufgabe mit Kundennummer, Anlage, Frist und dem, was bereits geschrieben wurde.

    Zwei Erinnerungen sind Nachfassen. Die dritte ist Belästigung.

Was gebaut wird

Sechs Teile, aus denen jede Strecke besteht.

  • /01

    Auslöser

    Ein Datum oder ein Ereignis aus einem System, das ihr schon führt. Täglich geprüft, ohne dass jemand eine Liste durchgeht.

    Datum · Status · Ereignis

  • /02

    Bedingungen

    Wer die Strecke bekommt und wer nicht: aktiver Vertrag, Gebiet, keine Abmeldung, keine laufende zweite Strecke.

    Vor dem Start geprüft

  • /03

    Nachrichten

    Höchstens zwei, jede mit einem konkreten Grund und einem einzigen nächsten Schritt. Geschrieben in Deiner Sprache, freigegeben von Dir.

    Mail · auf Wunsch Brief

  • /04

    Aufgabe für einen Menschen

    Wo eine Strecke endet, beginnt eine Aufgabe: anrufen, mit Kundennummer, Frist und dem, was bereits geschrieben wurde.

    Übergabe statt dritter Mail

  • /05

    Ausstieg

    Termin gebucht, Antwort eingegangen, abgemeldet, Vertrag beendet. Jeder Fall stoppt sofort, auch mitten in der Wartezeit.

    Vier Wege, sofort wirksam

  • /06

    Auswertung

    Termine je Strecke, Abmeldungen, offene Aufgaben. Monatlich, gegen den Stand vor dem Start gerechnet.

    Termine, nicht Öffnungen

Plattform oder gebaute Strecke

Ab einem Marketingteam lohnt die Plattform. Vorher zahlst Du für Leerlauf.

Wer zehn Strecken fährt, Kampagnen testet und drei Leute damit beschäftigt, ist mit einer Plattform richtig beraten. Wer zwei Anlässe automatisieren will, bezahlt bei ihr vor allem Funktionen, die niemand öffnet. Eine gebaute Strecke kostet ab 495 € einmalig, der Betrieb 25 € im Monat. Alle Preise sind Endpreise. Nach § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

Plattform oder gebaute StreckePlattform-LizenzGebaute Strecke
KostenJe Kontakt, monatlich, steigend.Einmal Bau, dann Betrieb.
UmfangHundert Funktionen, zwei genutzt.Genau die Strecken, die es gibt.
AnbindungNur was die Plattform vorsieht.Auch der CSV-Export aus dem alten ERP.
ÄnderungTicket beim Anbieter.Anruf, meist am selben Tag.
DatenLiegen beim Anbieter.Liegen bei Dir.
Ab wann richtigEigenes Marketingteam, viele Kampagnen.Zwei bis vier klare Anlässe.

Grenzen & Betrieb

  • Höchstens zwei Nachrichten

    Danach übernimmt ein Mensch oder es passiert nichts mehr. Eine Strecke mit sechs Stufen produziert Abmeldungen, und Abmeldungen sind teurer als ein verpasster Anlass.

  • Einwilligung wird vorher geklärt

    Eine Terminerinnerung zu einem laufenden Vertrag ist etwas anderes als Werbung. In welche der beiden Klassen eine Strecke fällt, wird vor dem Bau festgehalten, mit Abmeldung in jeder werblichen Nachricht. Keine Rechtsberatung — im Zweifel frag Deinen Anwalt.

  • Keine zwei Strecken gleichzeitig

    Ein Kontakt ist immer nur in einer Strecke. Sonst bekommt derselbe Kunde am selben Tag eine Wartungserinnerung und eine Reaktivierungsmail.

  • Trockenlauf gegen echte Daten

    Vor dem Start läuft die Strecke im Trockenlauf über die Kontakte des letzten Quartals. Wer sie bekommen hätte, steht in einer Liste, die Du durchsiehst — nicht in einer Statistik danach.

Klartext

Brauche ich dafür HubSpot oder eine ähnliche Plattform?
Für zwei bis vier Strecken selten. Die Lizenz kostet dauerhaft pro Kontakt, und der größte Teil der Funktionen bleibt ungenutzt — das ist keine Kritik an den Plattformen, sie sind für Marketingteams gebaut. Gearbeitet wird mit dem, was da ist: Kundendatei, Kalender, Angebotsordner, ein Versanddienst für den Mailversand. Wenn bei Dir schon eine Plattform läuft, wird sie angebunden statt ersetzt.
Ist das am Ende nicht doch ein Newsletter?
Ein Newsletter geht an alle zum selben Zeitpunkt, eine Strecke an einen Kontakt zu seinem. Der Unterschied ist der Auslöser: Bei ihm wird in acht Wochen die Wartung fällig, sein Angebot liegt seit fünf Tagen ohne Antwort, sein Auftrag ist seit zwei Wochen abgenommen. Wo kein solcher Anlass ist, geht nichts raus — und das ist der Grund, warum diese Strecken laufen und Newsletter einschlafen.
Wie viele Nachrichten sind zu viele?
Zwei Erinnerungen sind Nachfassen, sechs sind Belästigung. Deshalb hat jede Strecke höchstens zwei Nachrichten und danach eine Aufgabe für einen Menschen. Dazu kommen vier Ausstiege, die sofort greifen: Termin gebucht, Antwort eingegangen, abgemeldet, Vertrag beendet. Eine Nachricht, die nach einer Antwort noch rausgeht, macht mehr kaputt als drei ausgelassene Anlässe.
Was ist mit Einwilligung und Datenschutz?
Werbliche Nachrichten brauchen eine Grundlage, dokumentiert mit Zeitpunkt und Herkunft, und in jeder steht eine Abmeldung. Eine Terminerinnerung zu einem laufenden Wartungsvertrag ist etwas anderes als Werbung — diese Grenze wird für jede Strecke vorher schriftlich festgelegt, statt sie im Zweifel zu überschreiten. Betrieb in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag, dokumentierte Löschfristen. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel frag Deinen Anwalt.
Woran messe ich, ob es funktioniert?
An Terminen und Aufträgen. Öffnungsraten sind seit den Schutzfunktionen der Mailanbieter nur noch bedingt aussagekräftig, weil Öffnungen automatisch ausgelöst werden können — eine Quote daraus taugt für ein Diagramm und nicht für eine Entscheidung. Gezählt wird, wie viele Kontakte aus einer Strecke einen Termin bekommen haben, gegen den Stand vor dem Start.
Was, wenn die erste Strecke nichts bringt?
Dann wird sie abgeschaltet, und das steht so im Angebot. Drei Monate sind bei einem Wartungsanlass genug, um zu sehen, ob Termine daraus entstehen. Eine Strecke, die nichts trägt, wird nicht durch eine zweite gerettet — häufiger liegt es am Anlass, und dann ist die richtige Frage, welches andere Datum bei Dir verstreicht.

Der nächste Schritt

Nenn mir ein Datum, das bei Dir regelmäßig verstreicht.

Eine Prüffrist, ein Wartungsintervall, ein Angebot, das nach zwei Wochen verfällt. Ich schreibe die passende Strecke als Skizze auf: Auslöser, zwei Nachrichten, Bedingungen, Ausstieg. Daran siehst Du, ob sich der Anlass lohnt, bevor irgendetwas gebaut wird.

Gehört zusammen

Vier Seiten zu derselben Frage aus vier Richtungen: gefunden werden, genannt werden, die Anfrage nicht verlieren, den Bestandskunden nicht vergessen.